Prozess der Wesentlich­keitsanalyse 2014: keramische Rohre
Wertschöpfungskette: keramischer Rohre

Zurück zur Übersicht

Im Folgenden sind die wichtigsten Stufen der Wertschöpfungskette für den Bereich der keramischen Rohre beschrieben. Die Inhalte gelten für die Business Unit Steinzeug-Keramo.

0918_wienerberger_jpgs-06

Nachhaltigkeit in der Lieferkette und bei Rohstoffen

Keramische Rohre bestehen wie Ziegel aus dem Grundmaterial Ton, der bei Steinzeug- Keramo aus einer eigenen Tongrube und von Lieferanten bezogen wird. Für die optimale Materialmischung werden Zusatz- und Zuschlagstoffe beigefügt. Die Lieferkette für keramische Rohre weist ähnliche Nachhaltigkeitsthemen auf wie jene im Bereich Ziegel. Dazu gehören die Versorgungssicherheit mit regionalem Ton, Abbaustätten mit Naturschutz- und Nachnutzungskonzepten, Schutz von Anrainern vor Lärm und Staub sowie Gewährleistung der Sicherheit und Gesundheit der Mitarbeiter; organische und kohlenstoffhaltige Komponenten im Ton, welche im späteren Produktionsprozess CO2-Emissionen bewirken, und schließlich Vermeidung von Gefahrstoffen bei Zusatz- und Zuschlagstoffen sowie bei Glasuren. Steinzeug-Keramo setzt bereits Recyclingmaterial und externe Sekundärmaterialien in der Produktion ein, eigene keramische Abfälle werden vollständig recycelt, und es wird recycelte Schamotte verwendet.

Umweltaspekte in der Produktion

Keramische Rohre werden nach der Formgebung getrocknet und nach dem Glasieren (in einem Tauchbad) gebrannt. Diese Prozesse basieren auf dem Einsatz von Energie aus regenerativen Quellen und aus Erdgas. Aufgrund der damit verbundenen CO2-Emissionen unterliegen auch die Werke von Steinzeug-Keramo dem europäischen Emissionshandel. Durch einen weiteren Einsatz von Energie aus regenerativen Quellen sowie durch die weitere Steigerung der Energieeffizienz können die daraus resultierenden CO2-Emissionen reduziert werden. Zum anderen können für den Bedarf an elektrischer Energie auch erneuerbare Energiequellen eingesetzt werden. Der Rohstoffbedarf kann gesenkt werden, indem Ausschuss minimiert wird, keramische Abfälle einem internen Recycling zugeführt und Produkte ressourcenschonend designt werden. Steinzeug-Keramo minimiert den Einsatz von Rohstoffen zum Beispiel, indem sämtliche Produktionsabfälle dem Produktionskreislauf wieder zugeführt werden. Der Wasserverbrauch in der Produktion kann durch Kreislaufführung verringert werden.

Soziale Aspekte in der Produktion

Wie auch im Bereich Ziegel ist der Schutz der Mitarbeiter vor Quarzfeinstaub ein wichtiges Thema bei der Produktion keramischer Rohre. Die weiteren Themen, wie Sicherheit und Gesundheit der Mitarbeiter sowie Unternehmensethik und Compliance, sind für die gesamte Wienerberger Gruppe ähnlich relevant und sind in den Kapiteln Mitarbeiter sowie Gesellschaftliche Verantwortung beschrieben.

Nachhaltigkeit in der Nutzungsphase und End-of-Life

Die technischen Anforderungen an keramische Abwasserrohre sind, langlebig und widerstandsfähig zu sein. Steinzeug-Keramo Produkte zeichnen sich insbesondere durch eine hohe Abriebfestigkeit, Biegezugfestigkeit, Frostbeständigkeit sowie durch eine hohe Beständigkeit gegen biologische und chemische Einflüsse aus. Abwassersysteme sollen eine einfache Wartung und gute Reparierbarkeit bieten. Auch hier bieten Produkte von Steinzeug-Keramo aufgrund ihrer Robustheit und der glasierten Oberfläche die geforderten Lösungen. Die Qualität der Konstruktion erhöht die Langlebigkeit und vermeidet Reparaturen. Steinzeug-Keramo unterstützt die Qualität der Planung und Ausführung der Konstruktion durch fachkundige Beratung, Online-Tools und Baustellenbesuche.

Innovative Produkte im Rohrbereich sind zum Beispiel solche mit einer Umweltproduktdeklaration oder klimaneutrale Produkte. Zusatzequipment wie Talkum, Schmiermittel, Zweikomponentenkleber, Manschettenverbindungen und Dichtungen sollen keine potenziell schädlichen chemischen Substanzen enthalten. Zur einfachen und vollständigen Recyclierbarkeit am Ende der Nutzungsphase gehört, dass die Produkte leicht vom restlichen Schutt zu trennen sind und dann entweder dem Produktionsprozess wieder zurückgeführt oder anderweitig verwendet werden. Mögliche Zukunftsthemen können etwa Abwasserlösungen für Entwicklungsländer oder auch Wärmerückgewinnung aus Abwasser sein.

Zurück zur Übersicht